QUERBLICK:



Marin Marais

Marin Marais wurde 1665 in Paris geboren und ist 1728 in Paris gestorben. Er erhielt Gambenunterricht bei Sainte-Colombe und Kompostition bei Lully. Von 1695-1710 wirkte er als Kapellmeister, d.h. „batteur de mesure“ de l’academie royale de musique.  Er schrieb 4 Opern und war als Gamben-Virtuose im Dienste von Louis XIV und XV.
Marais gab der Tanzsuite eine persönliche Note, in dem er die üblichen Tänze durch Charakterstücke erweiterte.
Er schrieb fünf Bücher mit Werken für Viola da Gamba.   Vorworte zum 2. & 3. Buch weisen darauf hin, dass diese Stücke auch auf verschiedenen anderen Instrumenten gespielt werden können, z.b. ... Traversflöte, ..., jedoch müsse für jedes dieser Instrumente eine Auswahl getroffen werden.

Folia, les Folies d’Espagne ist einerseits der Name für einen portugiesischen Tanz und andererseits der Name der Musik, die, obwohl in rudimentärer Form schon aus dem späten 15.Jh.  bekannt, erst im frühen 17.Jh. mit dem Tanz und mit dem Namen Folia identifiziert wurde.
Der Tanz selbst ist seit dem Ende des 15.Jh. dokumentarisch belegbar und ist als Moresca in die höfische Kultur des 14.-17.Jh. eingedrungen.
Das Tonmaterial der Grundmelodie verfügt über nur 4 verschiedene Töne:





Bodin de Boismortier

Joseph Bodin de Boismortier (* 23. Dezember 1689 in Thionville/Frankreich; † 28. Oktober 1755 in Roissy-en-Brie) war ein französischer Flötist, Cembalist und Komponist.
Boismortier erhielt seinen ersten Musikunterricht, nachdem die Familie 1691 in Metz ansässig geworden war. 1713 war er Steuereintreiber in Perpignan. 1721 wurde seine erste Komposition verlegt; über Sceaux zog er nach Paris, wo ihm eine erfolgreiche Karriere als galanter Komponist gelang.
Ab 1724 veröffentlichte er seine Werke selbst. Zu seiner Zeit liebte man in Paris nur einfache und leichte Musik, dessen Nutzen sich  Boismortier zu eigen machte, und versuchte sich in allen Gattungen. Er genoss es, aus der Beliebtheit, deren er sich bei den Dilettanten erfreute, Kapital zu schlagen, und bediente sich aller Kombinationen , in denen die Flöte mitwirken konnte.
Seine zahlreichen Werke, u. a. für Flöte, Violine und Cembalo, aber auch Musette und Drehleier, weisen ihn als erfolgreichen Meister des galanten Rokoko aus.

Die 5.Suite aus op.35 besteht aus fünf Sätzen, alle in derselben Tonart. Nach dem Aufbau der alten, aus Tanzsätzen bestehenden Suite, folgen dem langsamen Prélude 4 Tanzsätze (schnell, langsam, schnell, schnell).



Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach, wurde  am  8. März 1714 in Weimar geboren und starb am 14. Dezember 1788 in Hamburg.
Carl Philipp Emanuel Bach wurde als zweiter Sohn von Johann Sebastian Bach und dessen erster Frau Maria Barbara geboren. Mit seiner Familie zog er 1723 nach Leipzig, wo sein Vater Kantor wurde. Dort wurde er mit zehn Jahren Schüler an der Thomasschule. 1731 begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig und wechselte 1734 an die Universität Viadrina in Frankfurt. 1738 machte er seinen Abschluss, gab aber seine Pläne für eine Akademikerkarriere auf, um sich der Musik zu widmen.
Einige Monate später wurde er als Cembalist in die Kapelle des preußischen Kronprinzen Friedrich nach Ruppin berufen. Zu dieser Zeit war er einer der berühmtesten Klavierspieler Europas. Seine Kompositionen umfassten rund dreißig Sonaten und konzertante Stücke für sein Lieblingsinstrument. Zu seinen bekannten Sonatensammlungen zählen diejenigen, die er Friedrich dem Großen (Preußische Sonaten, 1742) bzw. dem Großherzog von Württemberg (Württembergische Sonaten, 1744) widmete. 1746 stieg er zum Kammermusikus auf. Seine Hauptarbeit galt dem Klavier, für das er in dieser Periode beinahe hundert Sonaten und andere Solowerke komponierte.
1753 veröffentlichte er sein bedeutendes Lehrwerk "Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen" (2. Teil, Berlin 1762).
Im März 1768 wurde Carl Philipp Emanuel Bach Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann im Amt des städtischen Musikdirektors und Kantors am Johanneum in Hamburg. Von diesem Posten erhielt er seinen Beinamen Hamburgischer Bach. Entsprechend seinem Amt wendete er sich nun mehr der Kirchenmusik zu.
Bach starb 1788 in Hamburg.
Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten in der Zeit zwischen Barock und Wiener Klassik. Er war zu seinen Lebzeiten berühmter als sein Vater Johann Sebastian. Bei den Wiener Klassikern stand er hoch im Ansehen. Joseph Haydn meinte: „Wer mich gründlich kennt, der muss finden, dass ich dem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihn verstanden und fleißig studiert habe.“



Anton Stamitz

Anton Thadäus Stamitz wurde 1754 in Deutschbrod getauft und starb 1809 in Paris.
Anton und sein Bruder Carl Stamitz erhielten den ersten Violinunterricht bei ihrem Vater Johann Stamitz. Nach dessen frühem Tod wurden die beiden Brüder von Christian Cannabich weitergebildet. Beide wurden bereits in jungem Alter Geiger in der berühmten kurfürstlichen Mannheimer Kapelle.
Mit seinem Bruder Carl besuchte Anton 1770 Paris und ließ sich dort nieder, von 1782-1789 spielte er in der königlichen Kapelle zu Versailles und erlangte den Titel "ordinaire de la musique du roi". Er war der Violinlehrer von Rodolphe Kreutzer.
Anton Stamitz starb vermutlich in Paris, 1798 verliert sich seine Spur.

Antons Vater Johann Wenzel Anton (1717-1757) und der Bruder Carl Philipp ( 1745-1819 waren beide auch Komponisten. Es sind nur wenige Einzelheiten aus ihrem Leben bekannt. Die Untersuchung des kompositorischen Gesamtwerkes steht noch aus.

Anton Stamitz komponierte 12 Sinfonien, 3 Konzertante Sinfonien, 4 Klavierkonzerte, 20 Violinkonzerte, 50 Quartette, Zahlreiche Trios und Duette.

Die drei Caprices stammen aus: Caprices de flute, en forme d’étude par les meilleurs maîtres français et étrangères, oevre 2eme, à Paris, par Antoine Stamitz, ordinaires de la chapelle du roy, flauto solo, caprice de flûte en forme de sonate.



Friedrich Kuhlau

Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau wurde 1786 in Uelzen geboren und starb 1832 in Kopenhagen.
Bereits sein Vater und Grossvater waren Musiker. Kuhlau wurde von seinem Vater auf der Flöte und Orgel sowie in Komposition unterrichtet.
In Hamburg trat er 1804 als Klavierspieler und Komponist erfolgreich hervor. 1810 floh er nach Dänemark, um dem französischen Militärdienst zu entgehen. In Kopenhagen wurde er Hofkomponist und schrieb mit „Der Elfenhügel“ (1828) die erste dänische Nationaloper.
Er war zeitweilig Gesangs-Lehrer am Theater, Theaterkomponist und Kammermusikus. Nachdem er 1831 sein Haus durch einen Brand verlor und damit auch zahlreiche Manuskripte, starb er ein Jahr später.
Am bekanntesten sind heute noch seine Sonatinen für Klavier. Seine gehaltvolleren Klaviersonaten werden dagegen weniger beachtet. Kuhlau komponierte außerdem Opern, Chor- und Orchesterwerke sowie Kammermusik (am bekanntesten seine Kammermusik mit Flöte).



Ernesto Köhler

Ernesto Köhler wurde am 4. Dezember 1849 in Modena geboren und starb 1907 in St.Petersburg.
Den Unterricht erhielt er von seinem Vater. Nach 2 Jahren als Flötist am Karlstheater in Wien verliess Köhler 1871 die Musikmetropole: er reiste auf Anraten von Ciardi (einer der wichtigsten Vertreter der italienischen Flötenkunst) nach St.Petersburg und erhielt von diesem den letzten Schliff. Nach Ciardis Tod wurde Köhler dessen Nachfolger und war somit Soloflötist der Kaiserlichen Oper und sass an der besten Position, die das Zarenreich zu bieten hatte. Ernesto Köhler, u.a. zum Ehrenbürger von St.Petersburg ernannt, hielt seiner Wahlheimat bis zu seinem Tod im Jahre 1907 die Treue.
Köhler hinterliess über 100 Flötenkompositionen. Während viele der romantischen Salonstücke mit phantasievollen Namen vergriffen sind, werden Köhlers Etüden-Sammlungen immer wieder neu aufgelegt. Sie verbinden in vorbildlicher Weise fingertechnische und musikalische Schulung im romantischen Stil.

Das Adagio patetico in a-moll stammt aus: Der Fortschritt im Flötenspiel op.33, Nr.10.



Claude Debussy

Debussy wurde 1862 in St. Germain en Laye geboren und starb 1918 in Paris. Er war Schüler des Conservatoire de Paris (Abschluß 1880). Weitere Studien absolvierte er in Komposition bei Ernest Guiraud (1837-1892, dem Komponist der Rezitative in Bizets "Carmen"). In Rom, später auch in Solesmes machte Debussy gregorianische Studien. 1887 war er in London, und nahm 1888 und 1889 bei den Bühnenfestspielen in Bayreuth (vorübergehender Einfluß Wagners, besonders "Parsifal") teil. Gleichzeitig hatte er mit symbolistischen Dichtern (Mallarmé) und impressionistischen Malern Kontakt. 1889 begegnete er bei der Weltausstellung in Paris der Musik des Fernen Ostens. Entscheidendes Jahr war 1892: "Prèlude à d'après-midi d'un faune" (nach Mallarmé) und Beginn der Oper "Pelléas et Mélisande " (Dichtung von Maeterlinck). Seither, besonders nach 1900, wuchs die Besinnung, Konzentration und Verbindung mit der französischen Musikgeschichte, insbesondere der Renaissance, Rameaus, Couperins und des 19. Jahrhunderts. Sein dauernder Wohnsitz war in Paris, gelegentliche Konzertreisen machte er als Dirigent (Wien, Budapest, Italien, Rußland, Holland).

„La flûte de Pan“ (Syrinx) ist eine kurze Bühnenmusik zu Gabriel Moureys dramatischem Gedicht „Psyche“. Moureys „Psyche“ folgt dem Stoff der griechischen Sage von Eros und Psyche. Ort des Erklingens ist die erste Szene des dritten Aktes. Pan betört mit dieser Melodie die Quellennymphe Najade.
Ort des Flötensolos im Gesamtwerk ist der 3.Akt: Die Szene stellt die Grotte Pans dar; durch ihre weite Öffnung sieht man eine mondbeglänzte Waldlichtung. Durch eine Wiese fliesst ein Bach und bildet einen kleinen See. Im Hintergrund weisse Felsen. Die Landschaft ist vom Mondschein überflutet, während die Grotte im Schatten liegt. In der Lichtung tanzen weiss gekleidete Nymphen in harmonischen Posen, sie kommen und gehen. Die einen pflücken Blumen, andere lagern am Ufer und spiegeln sich im Wasser. Von Zeit zu Zeit halten sie alle ein und lauschen ergriffen dem Lied, das dem hohlen Schilf der Syrinx des unsichtbaren Pan entströmt.
Ende der 1.Szene im 3.Akt: Die Nymphe Oreade spricht zur Nymphe Najade: Ich beneide Syrinx und Echo. Vor allem Syrinx, ja. Verströmt sie nicht, am Rande der hohlen Schilfe liegend, ihr Leben, damit der Atem Pans den Tönen beflügelten Aufschwung gebe und goldene Rhythmen in den Herzen der Menschen Freude keimen lassen? Ist es nicht die Seele der Syrinx, die in geradem, hellem Flug über die Grenzen des blauen Äthers emporsteigt, um die Gestirne und Götter zu entzücken? Doch, da jetzt beginnt Pan wieder, auf seiner Flöte zu spielen...!
Najade, bezaubert vom Spiel Pans, ruft aus: Oh Pan, die Klänge deiner Syrinx haben mich wie ein zu sehr duftender und zu süsser Wein berauscht; oh Pan, ich habe keine Angst mehr vor dir, ich gehöre dir...!

Die Bedeutung von Pan ist; arkad.-griech. Wald- und Herdengott, , Sohn des Hermes und einer Nymphe, die ihn bocksgestaltig gebiert. Wie der mit ihm identifizierte Faunus von ambivalentem Wesen, ein Fruchtbarkeit spendender Mehrer der Herden und des Wildes, Schutzgott der Hirten und Jäger, kann er aber auch den einsamen Wanderer oder das Vieh durch plötzliches Auftauchen in „panischen“ Schrecken bringen. Aus der in Schilfrohr verwandelten Nymphe Syrinx (griechisch „Rohr, Flöte“) schnitzt Pan die erste Hirtenflöte (Panflöte).

Der mehrfach belegte Originaltitel „La flûte de Pan“ wurde durch den Verlag Jobert 1927 in „Syrinx“ umbenannt.
Syrinx ist eines der bedeutendsten und meist gespielten Werke für Flöte solo Anfang des 20.Jahrhunderts.



Pierre Octave Ferroud

Pierre Octave Ferroud wurde am 6.Januar 1900 in Chasselay geboren und starb am 17. August 1936 in Debreczin (Ungarn).
Durch die Mutter erhielt er schon mit vier Jahren Musikunterricht, mit acht Jahren spielte er das Wohltemperierte Klavier auswendig. Nach einem Unfall mit 17 Jahren wandte er sich der Komposition zu. Nach längerer Zeit in Lyon, wirkte er im Pariser Musikleben als markante Persönlichkeit. Zwischen den beiden Weltkriegen war die Kammermusik-Reihe „Le Trition“, dank Ferroud, eines der wichtigsten Foren junger Musik.
In Ferrouds Schaffen spiegelt sich seine ziemlich widerspruchsvolle Natur. Kühle Objektivität und lyrische Gemütsbewegung, Sarkasmus und Zartheit, Ausdruckshärte und tiefe Empfindungsweichheit, scharfe Intelligenz und träumerische Phantasie finde sich in ihm. Er hatte Briefkontakt mit Arnold Schönberg. Ferroud starb bei einem Autounfall auf einer Berufsreise.

Zu Nr.3 Toan-Yan, la fête du double cinq steht folgender Text:
La fête de Toan-Yan, ou du „Double Cinq“, qui se célèbre en Chine le cinquième jour du cinquième mois, d’où son nom, est consacrée à la commémoraison d’un héros qui se jeta à l’eau plutôt que de subir un déshonneur militaire. Cette solennité donne lieu à des danses tour à tour mystiques et ardentes qui symbolisent le contraste de la paix et de la guerre.



André Jolivet

André Jolivet ist 1905 in Paris geboren und starb 1974 in Paris. Er war Schüler von Paul Le Flem und Edgar Varèse und stand später gemeinsam mit Olivier Messiaen an der Spitze der Avantgarde-Gruppe Jeune France. Er war von 1945 bis 1959 musikalischer Leiter der Comédie-Française in Paris, ab 1966 Professor für Komposition am Conservatoire de Paris.
Unter dem Einfluss von Edgar Varèse wandte sich Jolivet etwa 1929 vom in Frankreich vorherrschenden Neoklassizismus ab und beschrieb seine Absichten unter anderem folgendermaßen: Vom technischen Standpunkt aus ist es mein Ziel, mich völlig vom tonalen System zu befreien; in ästhetischer Hinsicht ist es mein Ziel, der Musik ihre ursprüngliche Funktion in den Bereichen der Magie und der Anrufung zurückzugeben.
Im Krieg wurde er eingezogen und musste an die Front.
In Jolivets Werk sind Einflüsse indischer Instrumentalmusik, arabischer Gesänge, ritueller Musik sogenannter "primitiver" Kulturen (z.B. Polynesien) sowie des Jazz erkennbar. Zu seinen Kompositionen gehören:, Eine Oper, 6 Ballette, 3 Sinfonien, Mehrere Solokonzerte (u.a. für Schlagzeug, Flöte, Klavier, Fagott), Chorwerke, Kammermusik, z.B.:, Chant de Linos für Flöte und Klavier, Cinq Incantations für Flöte solo.

Ascèses wurde 1967 geschrieben für Altflöte oder C-Flöte oder Klarinette solo. Es beinhaltet 5 Stücke zu denen jeweils ein Zitat gehört. Das Zitat der Nr.3 von Pierre Teilhard de Chardin lautet: Matière, triple abîme des étoiles, des atomes et des générations.



Matthias Müller

Matthias Müller ist 1966 in Zürich geboren und wirkt dort heute als Komponist und Klarinettist. Er studierte an der Musikakademie Basel Klarinette und Klavier. Seine wichtigsten Lehrer waren Hans-Rudolf Stalder und Jürg Wyttenbach. Vielseitige Tätigkeit als Interpret, Komponist, Pädagoge und Producer. Matthias Müller spielt alle wichtigen Werke des 20. Jahrhunderts und das Repertoire aus Klassik und Romantik. Als Solist konzertierte er mit dem Basler Sinfonieorchester, Tonhalle Zürich, Zürcher Kammerorchester, Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau, u.a.. Er wirkte in über 100 Uraufführungen mit und regte mehrere Komponisten an, Werke zu schreiben. Rudolf Kelterborn schrieb ihm ein Klarinettenkonzert. Von 1997 bis 2002 war er Mitglied im Collegium Novum Zürich und ist zur zeit Künstlerischer Leiter des ensemble zero. Er wurde am BAT Wettbewerb des Schweizerischen Tonkünstlervereins, durch den Förderpreis der Europäischen Wirtschaft, von der Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solisten und mit dem Kulturpreis Zollikon 2000 ausgezeichnet.

Seit 2000 vermehrte Zuwendung zur Jazzszene. Er war verantwortlich für das Projekt "Libretto" an der Expo 02. Beim Label occam gestaltete er eine eigene CD-Reihe.


Als Komponist strebt Matthias Müller eine Musiksprache an, die sich von den Avantgardedogmas löst und musikalische Errungenschaften aus der klassischen Kompositionslehre und Elementen aus anderen Musizierformen zu einer persönlichen Ausdrucksweise fasst.

Matthias Müller ist Professor an der Musikhochschule Zürich und lebt mit seiner Familie auf der Forch bei Zürich.
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Hexa
Das Piccolosolo Hexa ist Teil des Musiktheaterstückes „Der Fischer und seine Seele“ nach Oscar Wilde. Das Instrument soll dabei in seinem Farbenreichtum zur Geltung kommen. Neben der charakteristischen Schärfe des hohen Registers, wird der Weichheit des tiefen Registers besondere Bedeutung zugemessen. Der klangliche Aspekt wird durch artikulatorische Differenzierungen unterstützt. Der rhetorische Duktus entsteht einerseits durch unregelmässige, aber strenge rhythmische Notation, und andererseits durch Abschnitte freier zeitlicher Gestaltung.



Informationen zu den Instrumenten

Die gespielten Flöten:


Track     Flötenbauer    Modell    Beschreibung
  
1 R.Tutz
(Innsbruck)
G.A.Rottenburgh
Brüssel
1 Klappe, vierteilig
Buchsbaum
Stimmung 392
  
2-6 R.Tutz
(Innsbruck)
G.A.Rottenburgh
Brüssel
1 Klappe, vierteilig
Buchsbaum
Stimmung 415
  
7-9 M.Wenner
(Singen)
Palanca 1 Klappe, vierteilig
Grenadill
Stimmung 415
  
10-12 Potter
(Potter)
Original
Anfang 19.Jh.
6 Klappen , engl. Stimmzug
Buchsbaum
Stimmung 430
  
13-14 E.Stäheli
(Basel /
Australien)
Gottfroid 8 Klappen, C-Fuss, Stimmzug
Stimmung 430
  
15 L.Lot
(Frankreich)
Original
Mitte 19.Jh.
Ringklappenflöte,
konisch, Kokos-Holz,
Böhmsystem,
Stimmung 440
  
16 Powell Querflöte
1964
Silber -Flöte
  
17-19 Kotato & Fukushima    Bassflöte
  
20 Sankyo Altflöte in G
  
21 Ph.Hamming Piccolo Grenadill
  



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